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sports photography by Dieter Nagel

Tuesday, February 22, 2011

Deutsche Hallenmeisterschaften im Wasserspringen

Deutsche Hallenmeisterschaften im Wasserspringen

Olympia rückt bei EM-Qualifikation in den Mittelpunkt


Kassel/Berlin, 22.02.11. Mit den Deutschen Hallenmeisterschaften im Wasserspringen in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark Berlin (24. bis 27. Februar) rücken die Olympischen Spiele 2012 in London für die Wasserspringer des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) immer mehr in den Mittelpunkt. Die nationalen Titelkämpfe dienen als Qualifikation für die Grand Prix-Wettbewerbe 2011 sowie für die Europameisterschaften in Turin (8. bis 13. März). „Und dort geht es in den Einzelkonkurrenzen schon um einen Olympiastartplatz für den Verband“, erklärt Walter Alt, Vorsitzender der Fachsparte Wasserspringen im DSV. „Ein EM-Titel beschert uns für die jeweilige Disziplin einen Startplatz in London.“


Für die nationalen Titelkämpfe in Berlin haben insgesamt 65 Athleten aus elf Vereinen 162 Meldungen abgegeben. Mit dabei ist bis auf die zweifache Europameisterin Christin Steuer (Berlin/Nasenbeinbruch) auch die komplette DSV-Elite.


An der Spitze des Teilnehmerfeldes stehen die zweifachen Europameister von Budapest, Sascha Klein (Riesa) und Patrick Hausding (Berlin). Letzterer würde im Falle einer EM-Qualifikation in Turin seinen 22. Geburtstag feiern und präsentierte sich beim Halloren-Pokal vor zwei Wochen bereits in guter Verfassung – ebenso wie Klein und Pavlo Rozenberg (Riesa). Alt: „Die Jungs haben in Halle Top-Leistungen gezeigt.“ So zeigte Hausding mit einem zweieinhalbfachen Auerbachsalto mit zweieinhalb Schrauben einen neuen Sprung, Klein meisterte vom 3-m-Brett einen viereinhalbfachen Salto vorwärts.


Und auch der Leipziger Stephan Feck, der an der Seite von Hausding in Budapest Silber im Synchronspringen vom 3-m-Brett gewann, wusste in diesem Jahr mit Rang sechs beim FINA Diving Grand Prix in Madrid (3m) schon zu überzeugen. „Das wird in Berlin sehr interessant werden“, ist sich Alt sicher.


Auch bei den Frauen machen sich die in 17 Monaten anstehenden Olympischen Spiele schon bemerkbar. „Uschi Freitag und Katja Dieckow haben sich zuletzt noch auf ihr Studium konzentriert, zeigten jetzt in Halle mit Blick auf Olympia aber schon gute Leistungen“, erklärt Walter Alt. Die Aachenerin Freitag sicherte sich 2010 vom 1-m-Brett sowohl den nationalen Titel in der Halle als auch bei den Sommermeisterschaften, Dieckow (Halle/Saale) schaffte das „Double“ im Kunstspringen. Im Synchronspringen vom 3-m-Brett gehen in Berlin beide erneut gemeinsam an den Start – bei der EM in Budapest hatte das Duo Rang vier belegt.